Sonntag, 7. November 2004

Michael Moore rät von Selbstmord ab

Der US-Dokumentarfilmer Michael Moore, der leidenschaftlich gegen die Wiederwahl von George Bush angekämpft hatte, hat seine Landsleute aufgerufen, sich nach dem Erfolg des Präsidenten "nicht umzubringen". Tröstlich sei ja wenigstens, dass Bush nicht noch einmal gewählt werden könne.

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In einer am Freitag auf seiner Website veröffentlichten Erklärung tröstete Moore seine Fans damit, dass Bush zumindest in vier Jahren nicht noch einmal gewählt werden könne, „weil dies die Verfassung verbietet“.
Die Amtszeit des Präsidenten ist in den USA auf maximal acht Jahre begrenzt.
Moore listete eine Reihe von Gründen auf, warum sich seine Mitbürger „nicht die Pulsadern aufschneiden“ sollten.
Trotz Bushs Wahlsieg seien Umfragen zufolge 56 Prozent überzeugt, dass das Land in die falsche Richtung gesteuert
werde, 51 Prozent hielten den Irak-Krieg für einen Fehler, und 52 Prozent seien mit Bushs Amtsführung nicht einverstanden.
Warum Bush dennoch wiedergewählt wurde, vermag sich Moore aber nicht zu erklären: „Versucht nicht, das zu verstehen. Es ist ein Phänomen der Vereinigten Staaten“, schrieb er lediglich.
Mit seiner Erklärung brach der Regisseur ein dreitägiges
Schweigen seit der Präsidentschaftswahl.

[APF]

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